, Jordi Küng

Die Liga ist noch stärker geworden

Offiziell ist die dritthöchste Spielklasse eine Amateurliga – so, wie der FC Black Stars ein Amateurverein ist, der sich aber mit seinem Fanionteam zum Leistungs-Fussball bekennt. Ein Grossteil der «Blägg»-Rivalen sind aber reine (Jung-)Profis.

Im Vergleich zur letzten Saison hat es drei neue Vereine in der YAPEAL Promotion League. Für den hochverdienten Aufsteiger Yverdon ist mit dem FC Chiasso ein Klub ab­gestiegen, der einst in der Nationalliga A spielte und eigentlich konstant der Nationalliga B (oder eben Challenge League) angehörte.  

Aus der einmaligen Tessin-Reise (zur AC Bellinzona) werden nun zwei Auswärtsfahrten die «Sonnenstube der Schweiz». Wir gehen davon aus, dass beide Tessiner Klubs sich im ersten Drittel der Rangliste etablieren werden.

Zwei spielstarke Aufsteiger

Zwei Berner Klubs, der FC Münsingen und FC Köniz (trotz teuren Einkäufen in extremis) sind abgestiegen – und werden durch den Nachwuchs des BSC Young Boys Bern ersetzt. Es war längst Zeit, dass der Schweizer Meister der letzten vier Jahre mit seiner U21-Equipe endlich in der Promotion League spielt. Ebenfalls aus dem Kanton Bern stammt der zweite Aufsteiger. Mit dem FC Biel ist ein Neuling aufgestiegen, der eine historische Vergangenheit hat. Ich bin sicher, dass Biel berechtigte Ambitionen – und die Verantwortli­chen machen keinen Hehl daraus, dass die Challenge jene Liga ist, in welcher sich der Traditionsverein (einst gehörten der seeländische FCB zum festen Inventar der Nationalli­ga A) etablieren möchte.

Mit dem Aufstieg von YB II sind neu vier U21-Mannschaften in der Promotion League. Hier spielen Jungs (einige sind erst 17 Jahre alt), die von einer grossen Profi-Karriere träumen. Erhebungen aus den letzten 15 Jahren haben gezeigt, dass maximal ein Prozent (einer von 100!) den Sprung zu einer langen, profitreichen Profikarriere schaffen… Zehn Prozent der Talente spielen zwei Jahre später nicht mehr Leistungsfussball, sondern «kicken» ma­ximal noch in Regionalligen…

Klare Nummer 2 in Basel

Der FC Black Stars ist auf dem Platz Basel die uneingeschränkte Nummer 2. Zwar weit hinter dem FC Basel, der momentan wieder «das Mass aller Dinge im Schweizer Fuss­basll» zu sein scheint. Aber die «Schwarz-Sterne» haben am Sommercup-Turnier gezeigt, dass sie ebenfalls weit vor der regionalen Konkurrenz (beim Turnier waren dies der BSC Old Boys und SV Muttenz) sind. Auch die deutschen Rivalen SV Weil und Brombach-Lör­rach waren zweite Sieger.

Im Hinblick auf die Saison 2021/22 hat der FC Black Stars sein Kader verbreitet. Denn zurzeit fallen neun Stammspieler verletzt aus – und die Chance, dass einige davon heute Samstag zum Stadt-Derby gegen den FC Basel auflaufen werden, ist leider sehr gering. Die Testspiele (mit der klaren Niederlage vor einer Woche in Zürich gegen den SC YF Ju­ventus) hat gezeigt, dass ab dem Mittelfeld wohl der Blick nach unten gehen wird (muss).

Dennoch ist Cheftrainer, Mannschaft und Sportchef Peter Faé – zurecht – optimistisch. «Ein Rang 6 ist realistisch», so Peter Faé, den man auch als «Mister Black Stars» be­zeichnen. Ohne sein Engagement wäre beim FC Black Stars 1907 Basel vieles anders.

Abgänge   Leonardo Gaudiano (dauerverletzt), Gabriel Di Noto (SC Dornach)  

Zuzüge     Luca Ingold (SV Muttenz), Yves Jakowski (FC Basel U21), Zayd Ait Jloutat (Grasshoppers Club Zürich U21), Lars Rapold (SC Binningen), Lorik Sheladini (eigener Nachwuchs), Kann Yilmaz (eigener Nachwuchs), Dejan Zunic (FC Chiasso)