, Jordi Küng

Aus einem Rückstand einen feinen Auswärtserfolg gemacht

Der FC Black Stars gewinnt beim FC Biel-Bienne mit 3:1 (0:1).

Im ersten Match unter dem neuen Trainer Branko Bakovic zeigten die Basler eine starke Vorstellung und konnten in den letzten 30 Minuten einen Rückstand in einem hochverdienten Sieg, dem ersten nach vielen Wochen, umwandeln.

Es wäre gegenüber (ex-)Trainer Samir Tabakovic nicht fair, und würde auch seine vorzügli­che Arbeit während vieler Jahren nicht gerecht, wenn man die angebliche Fussballweisheit «Neue Besen kehren gut oder besser» anwenden würde. Tatsache ist aber, dass am Samstag eine «neue» Black-Stars-Equipe auf dem Feld stand. Die Basler gerieten, wie so oft in den letzten zwei Monaten, in Rückstand. Ein unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbe­wegung ermöglichte es Biel, das sich ebenfalls in einer Baisse befindet, das Führungstor zu erzielen.

Erfolgreicher Einstand für Bakovic/Ahmeti

Aber der Rückstand schien den Gast vom Rheinknie noch mehr zu wecken; die «Schwarz-Sterne» waren spielbestimmend, hatten mit einem Aluminiumtreffer Pech und gingen zwar mit einem Rückstand in die Pause, doch das Gezeigte sprach der Elf von «Neutrainer» Bakovic, der mit Blerim Ahmeti einen erfahrenen Assistenztrainer an seiner Seite weiss, ein gutes Zeugnis aus.

Und spätestens nach dem Ausgleichstor durch Jan Muzangu, mit sieben Treffern total der beste Black-Torschütze, spürten die nahezu 1000 Zuschauer, dass der FCBS längst die Oberhand gewonnen hatte. Und dies just anlässlich des Jubiläumsspieles des FC Biel, der  am 13. November 1896 von 13 Bielern ins Leben gerufen und somit sein 125-jähriges Be­stehen feierte. Zum Spiel gegen die Basler agierten die Bieler übrigens mit Spieldresses der Meistersaison 1946/47. In der Pause hatte sich der Nachwuchs der Seeländer auf dem Platz präsentiert.

Aus einem 0:1 ein 3:1-Sieg gemacht

Die Quintessenz der Black-Dominanz war das Führungstor durch Yves Jankowski (sein erstes Meisterschaftstor). Abgerundet und vollendet wurde der starke Auftritt mit der defini­tiven Siegsicherung. Robin Adamczyk, wie die beiden anderen Torschützen ehemalige Ak­teure des FC-Basel-Nachwuchses, war es vergönnt, das 3:1 zu erziehen.

Mit diesen Erfolg belegt der FC Black Stars wieder einen einen einstelligen Tabellenplatz. Das war, ist und bleibt das Saisonziel – und einstellig ist auch Rang 9, die aktuelle Klassie­rung. Dies sei erneut in Erinnerung gerufen. Die nächste Partie ist die «Auswärtspartie» beim FC Basel. Die U21 der Rot-Blauen befindet sich in den letzten Partien im Krebsgang und kassierte gegen YF Juventus und Cham insgesamt zehn Tore. Mit 39 Gegentreffern stellt der FCB die schwächste Defensive. Aber für die Black Stars besteht kein Grund, sich im Stadt-Derby als Favorit zu füllen. Denn neben der Weisheit «Neue Besen kehren bes­ser» gilt auch: «Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer aus». Wollen die «Schwarz-Sterne» den Auftritt von Biel bestätigen, wird es gegen den anderen FCB eine ebenso konzentrierte, solidarische Willensleistung brauchen.

FC Biel-Bienne – FC Black Stars Basel 1:3 (1:0)

Tissot Arena. – 950 Zuschauer. - SR: Michèle Schmölzer. - Tore: 15. Garcia 1:0. 61. Jan­kowski 1:1. 82. Muzangu 1:2. 91. Adamczky 1:3.

Biel: Grivot; Mäder, Fleury (75. Kasai), Colamartino; Stadelmann (60. Erard), Alic, Grasso (75. Ghomrani), Mourelle (60. Ferreiro), De Freitas ; Beyer, Garcia.

Black Stars: Oberle; Ercin, Edwige, Silva, Fischer; Kiendrebeogo (90. Babovic), Uruejoma, Adam­czky (85. Kaufmann), Jankowski (85. Sevinc); Muzangu, Mushkolaj.  

Bemerkungen : Biel ohne Nushi, Nuzzolo, Rawyler, Stjepanovic (alle verletzt), Hofer (Natio­nalmannschaft Liechtenstein) und Adjei (überzählig). - Black Stars ohne Dalibor und Dejan Zunic, Fazlija, Ferreira, Turkes (alle verletzt), Mumenthaler (Trainingsrücksand) und Rashiti (kein Aufge­bot). - Verwarnungen: 47. Alic (Foulspiel), 66. Silva (Foulspiel) und 93. Ferreiro (Reklamieren) – Platzverweis: 68. Alic (zweite Verwarnung nach erneutem Foul­spiel).  - Trauerminute für den ver­storbenen ehemaligen Biel-Junior und Aktivspieler Anto­nello Gallo.