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"Blägg" setzt auf bewährtes Quintett

09.03.2018

Samir Tabakovic wird auch in der nächsten Saison 2018/19 Cheftrainer des Basler Erstligisten sein.  

Die Klubleitung und Sportchef Peter Faé setzen auf bewährte Kräfte und verlänger­ten die Verträge eines Quintettes, das Gewähr für gute Arbeit liefert.  

 

Von Jordi Küng  

Es wäre vielleicht etwas übertrieben, Samir Tabakovic als ein Stück Inventar auf dem Buschweilerhof zu bezeichnen. Aber der 50-jährige Bosnier und die „Schwarz-Sterne" - doch, diese Fussball-/Trainer-Ehe funktioniert. Im Sommer 2010 übernahm der frühere Profifussballer (unter anderem auch ein sicherer Wert als Innenverteidiger beim FC Basel) die Geschicke des damaligen (regionalen) Zweitligisten. Und führte ihn innert zwei Jahre in die 1. Liga. Seine erste Etappe, nach total 116 Pflichtspielen, endete am Ende der Spielzeit 2014/15 am 30. Juni. Sein Punkteschnitt von 1,75 Zähler pro Match ist mehr als ansehnlich. Danach trainiert Tabakovic den Stadtrivalen BSC Old Boys Basel, wo er in der Winterpause 2016/17 seinen Rücktritt gab.  

Seine zweite Etappe bei „Blägg" fing Ende Mai 2017 an. Und bis zum Zeitpunkt hat der strenge Übungsleiter, der ein Mann von Taten (und zielgerichteten Trainings) denn der lau­ten Worte ist, in 16 Partien einen Punktedurchschnitt von 1,44 pro Spiel erobert. Und den Basler Traditionsverein in der erweiterten Spitze der 1. Liga (Gruppe 2) etabliert.  

Bewährtes Trainer-Team  

Aber ein Mann alleine macht keinen Trainer- und Betreuerstab aus. Darum hat nicht nur Tabakovic seinen Kontrakt verlängert, sondern die Vereinsspitze mit Kaspar Camenzind an der Spitze haben auch den Vertrag von Branko Bakovic verlängert. Ihn kann man schon beinahe als Inventar bezeichnen. Lange Zeit war er ein Führungsspieler und ist sonst auch auf der schmucken Fussballanlage, als Platzwart, tätig. Die Fussball-Philoso­phien von Samir und Branko sind deckungsgleich – dies spürt man, wenn man den beiden Vollblut-Fussballern bei ihren Fachgesprächen zuhört oder mit ihnen über das runde Leder diskutiert. Mit dem Duo haben auch Torwarttrainer Sven Schäfer (einst Goalie der 1. Mannschaft) und Konditionstrainer Dario Di Giovine (auch er trug das Dress des FC Black Stars) verlängert. Ein Quartett, das Fachwissen aufweist und einen starken, emotionalen Bezug zum Basler Quartierverein hat. Tugenden wie Herzblut, Leidenschaft und Passion sind bei ihnen kleine Floskeln.  

Immer für Klub und Team da  

Der „Fünfte im Bunde" ist Markus Thüring. Wer am Matchtag auf die „Blägg-Matte" geht, wird ihn als Allerersten beim Eingang antreffen. Ja, der Vater von ex-Grossratspräsident Joël Thüring ist viel mehr als „nur" Betreuer. Oder „Mädchen für alles". Er stellt die Kasse auf, begrüsst jeden Matchbesucher einzeln (und meist mit Namen), steht der Presse zur Verfügung (Danke, Markus) und ist vor und nach dem Match für die 1. Mannschaft da. Und fährt auch den Bus an die Auswärtsspiele. Und macht viele administrative Sachen, die wohl in der breiten Öffentlichkeit untergehen.  

Kurzum: Der FC Black Stars setzt auf Konstanz und Kontinuität. Das ist die Basis, damit das spielende Personal auch jene Resultate abliefern kann, welche sich Klubleitung und Anhänger erhoffen. Nächste Gelegenheit, die ersten Zähler im neuen Jahr zu holen, be­steht morgen Nachmittag bei schweren Auswärtsspiel in Zürich gegen den Nachwuchs des Rekordmeisters Grasshoppers Club.