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Dramatik pur mit Basler Happy-End

12.03.2018

Der FC Black Stars gewinnt in Zürich gegen den GC-Nachwuchs mit 2:1.

Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Nachwuchs des FC Luzern zeigten die „Schwarz-Sterne" eine starke Reaktion und entschieden eine Partie, welche nament­lich in der dramatischen, ja „verrückten" Endphase die Emotionen hochgehen liess.  

Von Georges Küng  

Wo anfangen, wenn sich schon in der dreiminütigen Nachspielzeit derart viel ereignete, dass man hiefür nahezu eine Seite füllen konnte. Mit Beginn der zusätzlichen Spielzeit setzte Sidy Dieng den Ball an den Pfosten – bei der kleinen FCBS-Anhängerkolonie raufte man sich die Haare, denn ein Sieg in extremis wäre der nicht unverdiente Lohn für einen starken Auftritt gewesen. Aber oha lätz: Im Gegenzug traf GC-Einwechselspieler Helaku Schmidt ebenfalls Aluminium – jetzt war hörbares Aufatmen bei den Gästen zu hören. Nicht auszudenken, wenn man zuletzt ohne etwas Zählbares zurück ans Rheinknie gefah­ren wäre. Da wären einige, wir denken hier spontan an Cheftrainer Samir Tabakovic und Sportchef Peter Faé „not very amused“ gewesen. Aber die Partie ging weiter – auf dem nassen Kunstrasen des GC-Campus war nun wieder „Blägg" in der Vorwärtsbewegung. Und nur 100 Sekunden später als nach seinem Pfostenschuss setzte Dieng diesmal das runde Leder ins Netz. Grenzenloser Jubel beim Gast!  

Die ersten 30 Minuten hatten den „Hoppers"-Jünglingen gehört. Klare Torchancen hatten sich die Zürcher aber nicht erspielt. Die Basler Abwehr stand auch ohne den gesperrten Routinier Branislav Micic (für ihn hatte Tabakovic den jungen Marco Mandal in die Zentral­verteidigung genommen) sicher und stabil.

Oberle als Penaltykiller  

Seit Jahren ist Steven Oberle (26) ein starker Rückhalt des FC Black Stars. Und als er nach 54. Minuten einen Elfmeter von Nikola Sukavec grandios parierte, spürte man den Ruck, der durch die Gästereihen ging. Wohl gingen die Grasshoppers wenig später den­noch durch Aridi Qerforzi in Führung, aber weil Oumar Gaye keine zwei Minuten später ausgleichen konnte, blieb keine Zeit übrig, um dem Verlusttreffer nachzutrauern. Zur „tragi­schen" Figur sollte der ehemalige U18-Nationalspieler Sukacev (20) werden. Nach dem verschossenen Elfmeter leistete er sich ein sackgrobes Foul und musste vorzeitig vom Platz. Es war nicht so, dass „Blägg“ in der letzten Viertelstunde konstant am Drücker war – dafür hat der GC-Nachwuchs zu viel spielerische Substanz, um auch in Unterzahl ihrer­seits Angriffe zu starken. Aber der verschossene Penalty, der törichte Platzverweise und der Pfostenschuss in der Nachspielzeit waren irgendwie symptomatisch, dass die Elf von Tabakovic das bessere Ende für sich bezielt. Nach einem sehr reifen Auftritt, einer solidari­schen Teamleistung und langen Laufwegen.

Grasshoppers Club Zürich U21 – FC Black Stars Basel 1:2 (0:0)  

Campus, Niederhasli. - 150 Zuschauer. - SR: Gianforte. - Tore: 60. Qerfozi 1:0. 62. Gaye 1:1. 92. Dieng 1:2.   GC: Pinthus; Mallo, Arigoni, Carlson, Yesilcayir; Müller, Gjoshi; Vitija, Sukacev, Da Silva; Qerfozi (73. Schmidt).  

Black Stars: Oberle; Mumenthaler, Mandal, Silva, Mbatchou; Alic, Uruejoma, Binaku (72. Dieng), Sprich; Kalayci; Gaye.  

Bemerkungen: Grasshoppers komplett. - Black Stars ohne Drakul, Hasler (beide krank) und Micic (gesperrt). - 54. Oberle hält Elfmeter von Sukacev. - Verwarnungen: 49. Yesilca­yar (Foul), 53. Mbatchou (Foul), 67. Gjoshi (Foul) und 83. Kalayci (Foul). - Platzverweis: 76. Sukacev (grobes Foul). - Pfostenschüsse: 90. Dieng und 91. Schmidt.