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Wer die Tore nicht macht

Jordi Küng 01.09.2019

Der FC Black Stars verliert in Köniz "unglücklich" mit 0:1 (0:1).

Es gibt Partien, welche von einer Mannschaft  bestimmt, dominiert und beherrscht werden, Doch nach dem Abpffif muss man mit Frust und Wut konstatieren, dass man ohne Punkte die Heimreise antrefen muss.So geschehen am Samstagnachmittag im Berner Vorort Köniz.

Wir haben es ab und zu mit Nachdruck erwähnt. Die einzige Wahrheit im Fussball ist das Resultat und die Rangliste. Die "Schwarz-Sterne" aus Basel waren ihrem Rivalen überlegen. Sie waren das, was man allgemein als "besser" nennt. Und dies ohne jegliche Vereinsbrille und Sympathien.

Aber das finale Skore lautete 1:0 für die Berner, die unter der Woche von Yverdon mit 0:5 abgewatschelt worden waren. Am Samstag fasste der FCZ-Nachwuchs auch eine 0:5 - Klatsche -  da kam vor einer Woche der FCBlack Stars beim 0:4 besser davon. Überhaupt spielt Yverdon in einer eigenen Liga - wer nach sechs Matches 18 Punkte totalisiert und ein Torverhältnis von 21:2 sein eigen nennt, muss keinen Widersacher fürchten.

Ein "Weltenbummler"

Den Bernern genügte ein Tor durch ihren Mittelstürmer Mylord Kasai (27), der über eine ilustre Karriere verfügt. Geboren in Neuchatel, ist der Schweizer mit kongolesischen Wurzeln eine Art "Wanderer" - er spielte schon in den Nachwuchs-Teams von Celtic Glasgow, Varese, Blackburn, Deportivo La Coruna und Montreal), doch der erhoffte Durchbruch als Welt-Fussballer glückte ihm nicht. Aber der Vollblut-Angreifer war der Matchwinner.

Man muss einige Jahre zurückgehen, um zwei Black-Niederlagen in Serie ohne eigenen Torerfolg zu finden. Sicher, in Köniz kam Pech und Unvermögen sowie ein starkter Köniz-Hütter dazu. Aber es fehlte auch jene letzte Konsequenz, jener Biss, um aus den zahlreichen Torchancen etwas Zählbares zu machen. Aber es gibt Tage und Spiele, wo das Runde einfach nicht ins Eckige will - man muss hinter einer "unglücklichen " Niederlage auch kein Drama oder Krise sehen.

Aber zuerst wies Black-Stars-Cheftrainer Samir Tabakovic stets darauf hin, dass "kein einziger Punktegewinn in der Promotion League eine Selbstverständlichkeit ist". Wie wahr.

Zarate verstärkt "Blägg"

In den letzten Tagen konnte Sportchef Peter Faé noch die Verpflichtung von zwei Akteuren bekannt geben. Mit Eren Kama (19) kommt ein Akteur der FCB -U21 zu den "Schwarz-Sternen". Damit hat Tabakovic für den Abwehrverbund, der sich fast von alleine aufstellte, ein weitere Alternative und neue Optionen für sein Spielsystem. Und mit Gonzalo Zarate konnte ein Mann verpflichtet werden, der auf eine illustre Laufbahn hinweisen kann. Mag der Argentinier schon 35 Jahre alt sein - man muss ihn eher als ewig-jung bezeichnen, denn er war bis jetzt in der 1. Division von Zypern ein sicherer Wert (und Torschütze). Und wer glaubt, dass in Zypern nur Exoten am Werk sind, der frage den FC Basel, wie dies im letzten Jahr mit Apollon Limassol war...

Zarate wird erst in ein paar Wochen spielberechtigt sein. Von 2007 bis 2010 erzielte er für die Grasshopers Zürich (zu besseren Zeiten für den Rekordmeister) 25 Tore in 89 Partien. Der Südamerikener spielte auch für Red Bull Salzburg, den BSC Young Boys Bern, FC Thun, Vaduz und Lausanne-Sports, bevor er nach Zypern dislozierte.

Es ist nur eine These, aber gerade in Matches wie gegen Köniz, dürfte ein Gonzalo Zarate ein Mann sein, der die Dominanz und Überlegenheit auch in Toren, und Punkten, ummünzen kann.

FC Köniz - FC Black Stars 1:0 (1:0)

Sportplatz Liebefeld.- 170 Zuschauer.- SR: Thies.- Tor:28. Kasai 1:0

Köniz: Neuenschwander; Stauffiger, Portillo, Sablatnig, Wyss, Naili; Arfaoui, Bühler, Budakova, Andrejevic; Kasai.

Black Stars: Oberle; Mumenthaler, Silva, Dünki, Fischer; Babovic, Alic, Uruejoma, Ahmeti; Shillova; Gomes.

Bemerkungen: Köniz ohne Dalipi, Trachsel (beide verletzt), Adjei, Harambasic (beide rekonvaleszent) sowie Sadik (Militär). Black Stars ohne Kama und Zarate (beide noch nicht qualifiziert).

Gonzalo Zarate bei Red Bull Salzburg

Gonzalo Zarate