FC Black Stars 1907
 
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Leader Black Stars siegt im Spitzen K(r)ampf

In einem beidseits hitzig geführten Spitzenkampf vor 750 Zuschauern setzte sich Leader Black Stars gegen die SR Delémont mit 3:2 (1:1) durch und baut den Vorsprung aus.

Der Rahmen passte für ein Spiel der aktuell zwei besten Teams der Gruppe 2. Spielerisch konnte die Affiche jedoch nicht halten, was man sich erhoffte, denn für beide Teams stand zu viel auf dem Spiel. Dafür lebte der Spitzenfight von der Spannung und den Toren. Sowohl die Equipe von Branko Bakovic als auch jene von Anthony Sirufo wollten die drei Punkte. Ab dem Anpfiff wurden die Zweikämpfe hart geführt und alles versucht, um Vorteile für sich heraus zu holen. Kein einfaches Spiel für die Unparteiischen, die jedoch meist richtig lagen. Die Basler hatten Mühe richtig in die Begegnung zu kommen. Sie konnten nicht wie gewohnt die Startphase dominieren. Die Jurassier liessen dem Branko-Team keinen Raum und der ballführende Spieler wurde sofort bedrängt. Die Führung für Black Stars kam daher etwas überraschend, da zuvor beidseits wirkliche Chancen fehlten. Denis Pergjoka setzte sich trotz harter Gegenwehr auf der rechten Seite durch, Enis Fazlija übernahm an der Strafraumgrenze den Ball und schlenzte ihn aus 16 Metern an Marc Ummel vorbei ins Tor. Glück für die Basler dann in der 33. Minute, als die Unparteiischen ein Handspiel von Steve Antunes Coelho übersahen und der ex-Black Stars Spieler Süleyman Türkes den Ball aus wenigen Metern über die Latte schoss. In der 37. Minute konnten die Gäste einen Freistoss aus 18 Metern treten. Der Ball wurde abgewehrt, kam jedoch als Flanke von der rechten Seite wieder in den Strafraum, wo Türkes per Kopfball erfolgreich war. «Da haben wir überhaupt nicht gut reagiert. Die Flanke hätte verhindert werden müssen und Türkes darf auch noch so zum Kopfball kommen», ärgerte sich Bakovic. Tobias Mumenthaler, der auf der rechten Seite wieder viele Aktionen hatte, scheiterte mit einem Schuss kurz vor der Pause knapp.

Unnötig noch gezittert

Nach dem Seitenwechsel ging es im selben Stil weiter, wobei jetzt die Basler mehr Zugriff auf das Spiel hatten. In der 56. Minute brachte Mittelfeldspieler Fabio Viteritti das Heimteam mit einem Freistoss erneut in Führung. Die Gäste reagierten und die Zweikampfhärte nahm zu. In der 66. Minute war Steven Ukoh mit einem Schuss dem Ausgleich nahe. Die Jurassier nahmen nun mehr Risiken, spielten höher und nur noch mit drei Defensivspielern. Das Heimteam nutzte den gewonnen Raum jedoch zu wenig. In der 85. Minute schien die Entscheidung Tatsache. Der eingewechselte Dino Babovic setzte sich nach einem weiten Zuspiel an der Strafraumgrenze gegen Matteo Cesca energisch durch und wurde von ihm gefoult. Artan Shillova traf vom Penaltypunkt aus souverän. Es war der erste verwandelte Strafstoss nach zahlreichen Fehlschüssen. «Wir hätten da unbedingt cleverer auftreten, den Ball weg vom Tor halten und Konterchancen konzentrierter spielen müssen», ereiferte sich Bakovic. Delémont versuchte mit hohen Zuspielen in die Box zum Erfolg zu kommen. Nochmals Glück für die Basler, als Alexandre Edwige im Strafraum der Ball an den Arm flog. Dann bekam das Heimteam eine Konterchance, um endgültig alles klar zu machen. Viteritti lancierte Babovic, der Pergjoka bediente. Der Basler Stürmer wollte das Spielgerät in die weite Ecke setzen, doch Ummel war mit dem Fuss noch dran. Das war in der 92. Minute. Im Gegenzug wurde Türkes im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht und der einstige Black Stars Topskorer verwandelte den Elfmeter gleich selbst. Sechs Minuten lang spannte der Schiedsrichter die Basler Zuschauer auf die Folter, ehe er mit dem Schlusspfiff Jubel bei den Einheimischen auslöste, während die Jurassier sauer waren. Der Sieg ist sicher kein Zufall, aber will man an der Spitze bleiben, müssen in so engen Partien die Offensivaktion effizienter genutzt werden. Defensiv zeigten die Basler erneut eine überzeugende Leistung. Die Black Stars sind jetzt das einzige von 48 Erstliga-Teams, das noch nie verlor und die lediglich sieben Gegentore in 10 Spielen bedeuten ebenfalls den Spitzenwert. Am kommenden Sonntag treten die Basler in Langenthal (14.) an. Ein Sieg muss bei der richtigen Einstellung gegen die Oberaargauer eigentlich Pflicht sein.